Bitte 8-Bit

 

Büro- und Kleinrechner aus meiner Sammlung

Bürocomputer


PC1715




Dieser Rechner wurde 1984 im VEB Büromaschinenwerk Sömmerda entwickelt und war der typische und am meisten verbreitete Bürorechner in den 80er Jahren. Die Vorteile des Rechners, die in der kompakten Bauweise lagen, wurden leider durch seine geringe Ausbaufähigkeit wieder zunichte gemacht. Für die alltägliche Büroarbeit war es allerdings der optimale Partner.

PC1715 mit Semigrafik




Den PC1715 gab es auch noch in der Farbgebung
schwarz/weiß, hier mit einem Monitor 2.1, welcher mit einem importierten Innenleben der Firma Reikotronic und zum Teil auch mit Phillips Bildröhren bestückt war.

Mit einem speziellen zweiten Zeichen ROM konnten progammtechnisch auch Semigrafiken dargestellt werden.

K8924







Der K8924 wurde ab ca. 1984 im VEB Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt als Schalterterminal gebaut und stellte einen der leistungsfähigsten 8Bit Computer der DDR dar. Dieses Gerät ist aus dem Jahr 1989 und stammt somit aus der letzten Produktionsphase der DDR-Rechentechnik.





A5120 mit K5600.10 Laufwerken




Der abgebildete A5120 ist in dieser Ausführung mit drei Laufwerken K5600.10 ein recht seltenes Exemplar. Die Laufwerke gestatteten nur eine Speicherkapazität von max. 200KB, weshalb nur wenige dieser originalen Ausstattungen überlebt haben. Als Tastatur ist eine parallele K7636 angeschlossen
Der Kartenleser K6501 links diente z.B. der Zugangskontrolle und
ist auch mit den teilweise heute noch verwendeten Magnetkarten kompatibel.


A5120


Etwas weiter verbreitet war diese spätere Variante des A5120 mit K5601 Laufwerken, welche Disketten bis zu 800KB Kapazität verarbeiteten. Neben dem PC1715 war dies  quasi der am meisten verwendete  Bürocomputer, wurde aber auch Aufgrund der flexiblen Ausbaumöglichkeiten gern in Industrie und  Forschung eingesetzt.

MC80.30



Der MC80.30 ist ebenfalls ein Rechner mit U880 (Z80) Prozessor auf K1520-Basis, entwickelt von der TH Ilmenau  und produziert im VEB Elektronik Gera . Konzipiert für Arbeiten in Entwicklung und Labor verfügte er unter anderen über eine vollgrafische Monochrom-Anzeige mit 512x256 Pixeln. Als Massenspeicher diente hier ein Kassettenlaufwerk LW 1200.


MC80.31


Beim MC80.31 kam ein elektronisch gesteuertes Kassettenlaufwerk  KMBG K5200 zur Speicherung von Daten und Programmen zum Einsatz. Durch dessen umfangreichere Steuerung war der Platz im Rechner begrenzt und es konnten keine Erweiterungskarten mehr eingesetzt werden, daher ist auch die EPROM Programmiereinrichtung entfallen. Die restliche Ausstattung entspricht der des MC80.30   

 

CM1910(A7150)

Viele Namen, ein Gerät, das C ist eigentlich nur ein kyrillisches S und kommt von der Kennzeichnung der Rechnersysteme im ehemaligen RGW. A7150 ist der eigentliche Name dieses Robotron-Rechners und es ist der Nachfolger des ersten serienmäßig produzierten 16-Bit-Rechners der DDR, des A7100. Auch wenn dieses Gerät auf der 8-Bit-Seite deplatziert scheint, muss man doch betonen, dass auf einigen der Steckplatinen im Rechner  ein U880(Z80) werkelt!
Ausgestattet mit zwei Diskettenlaufwerken K5601 (Teac FD55) und einer 20MB Festplatte. Der Monitor ist ein Alpha1 (Import von Reikotronic)


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Kleincomputer


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KC87.11



Die Kleincomputer der DDR waren Mitte der 80er Jahre ein unerreichbares Ziel für die meisten Computerfreunde, da sie nur in kleinen Stückzahlen in den wenigen Vertriebseinrichtungen, meistens auch nur mit Beziehungen oder langen Wartezeiten zu bekommen waren und dazu noch zu sündhaft hohen Preisen abgegeben wurden. Die „größere“ Stückzahl der Geräte ging an Bildungseinrichtungen oder auch als Alternative für Arbeitsplatzcomputer in Industrie und Forschung. Die Entwicklung und Produktion der Kleincomputer wurde auch ständig von den Rahmenbedingungen der Herstellungskosten und vor allem der Materialverfügbarkeit bestimmt. Der hier gezeigte KC87.11 vom VEB Robotron-Meßelektronik "Otto Schön" Dresden kostete damals etwa 3390 Mark, was bei einem Einkommen um die 800 Mark schon eine größere Investition war.

KC85.3





















Der KC85/3 wurde vom VEB Mikroelektronik Mühlhausen hergestellt und kam etwa 1986 für stolze 3150 Mark in den Handel, das 64Kbyte-RAM-Modul war für ca.1230 Mark zu haben. Die Grafikfähigkeit und die modulare Erweiterbarkeit ließen die Mühlhausener KC zu den begehrtesten und beliebtesten Homecomputern der DDR werden.



KC85/4


Der KC85/4, die Weiterentwicklung des KC85/3, kam 1988 in den Handel und kostete einen guten Tausender mehr. Gegenüber seinem Vorgängermodell wurde aber auch der verfügbare Anwenderspeicher auf 64 KByte vergrößert und Bildaufbau und Rechengeschwindigkeit durch Erhöhung der Taktfrequenz und Änderungen im Betriebssystem stark beschleunigt.

Hier mit den Zusatzgeräten Floppy Disk Basis und Floppy Disk Laufwerk. In dieser Zusammenstellung konnten auch CP/M-kompatible Betriebssysteme auf dem System laufen.  Dafür hatte man aber fast den Wert eines Trabbis auf dem Tisch stehen .


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Steuerrechner (SPS)


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Programmierbare Kleinsteuerung EFE700


Diese Kleinsteuerung wurde in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum des Werkzeugmaschinenbaus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) im VEB Erfurt Electronic ab etwa 1985 hergestellt. Das Einsatzgebiet war vorrangig auf Werkzeug- und Textilmaschinen konzentriert.

Der Rechnerteil mit dem Einchipmikrorechner U883 mit 2 KByte EPROM als Betriebssystem und 1 KByte RAM als Arbeitsspeicher und mit der Biteinheit U1504D ist in TTL-Technik unter weitgehender Verwendung von LS-TTL-Bausteinen realisiert.

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Tischrechner


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TR20



Der druckende Tischrechner TR20 vom Büromaschinenwerk Sömmerda wurde in kleineren Firmen, Läden oder in der Gastronomie eingesetzt
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Die Ziffernanzeige erfolgt über LED-7-Segmentanzeigen.
Der Rechner verfügt über 4 Zahlenspeicher, die zum Speichern und Aufsummieren von Werten benutzt wurden und ein Thermodruckwerk TSD16, welches mit 57 mm Kassenrollen arbeitet

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Marke Eigenbau


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BASIC-Heimcomputer BCS3




Im Januar 1985 erschien in der Zeitschrift Radio Fernsehen Elektronik das geniale Projekt eines kleinen aufwandsarmen BASIC Computers, der ein bisschen an den ZX80 erinnerte. Der Nachbau und die Beschaffung der Bauelemente war ein Abenteuer für sich. Es wurden alle möglichen Bastelläden wie Elektronikversand Wermsdorf, Elektro-Pinder in Leipzig, Funkamateur Dresden und viele andere regelmäßig abgeklappert, bis nach einem halben Jahr alle Teile zusammen waren. Die Platine mit Scribent und ätzfester Tusche handgemalt und mangels kleiner Bohrer mit speziell angeschliffenen Nähmaschinennadeln gebohrt. Gehäuse aus Alu-Blech gekantet und für die Tastatur ein Lautsprechergehäuse eines Plattenspielers  vom Funkwerk Zittau zweckentfremdet. Als Monitor diente seinerzeit ein Kofferfernseher "Junost", welcher allerdings die Zeit nicht "überlebt" hat.



PSSB83 Baugruppensystem


Dies war ein Baugruppensystem, mit dem man einen universellen aufrüstbaren Mikrocomputer zusammenstellen konnte, je nach Bedarf  bis hin zum kompletten Entwicklungssystem. Vom Aufbau ähnelte es ziemlich stark dem NANOS-Baugruppensystem der Warnemünder Ingenieurhochschule für Seefahrt, wurde aber von einer Dresdener? Gemeinschaft vertrieben. PS und SB waren dabei die Anfangsbuchstaben der Namen von den beiden Hauptakteuren und 83 sicherlich das Entwicklungsjahr. In einem Informationsblatt wurden Schaltpläne und unbestückte Platinen angeboten, sowie die Möglichkeit über zugeschickte EPROMs das Betriebssystem (Monitor) und ein BASIC zu beziehen.

Auszug aus dem Infoblatt

Dieser Baugruppenträger enthält Karten aus dem SMS-Mikrorechnersystem der AdW Berlin Buch. Das U880 (Z80) Entwicklersystem basierte nicht auf dem K1520 Systenbus, sondern nutzte den FPS2- Systembus des VEB Funkwerk Erfurt und war somit nicht kompatibel zu obigen NANOS basierenden Baugruppen. Obwohl es "nur" ein Ergebnis des Erfurter Ratiomittelbaus war, wurde es doch vielseitig nach genutzt. Die Karten wurden von mir komplettiert und die Bildschirmkarte DSY5 sogar "nach entwickelt" und der daraus zusammengestellte Arbeitsplatzcomputer APC40 läuft nun mit einer CP/A-D Variante.

Arbeitsplatzcomputer APC40 AdW